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Globale Entscheidungsfindung

Ein individueller Einfluss auf das Weltgeschehen ist kaum denkbar. Der Einfluss von Gruppen ist da schon ein ganz andere Dimension, aber auch diese sind in ihrer Wirkung auf andere Menschen begrenzt. Allerdings öffnen die neuen kommunikativen Technologien ganz neue Möglichkeiten

Informationen können in sehr kurzer Zeit genug Menschen erreichen, um relevante Änderungen im globalen Weltgefüge zu initiieren. Es ist, als ob die Menschen mit Hilfe des Internets wieder zum eng begrenzten Lebensumfeld zurückkehren, dass für die meiste Zeit der menschlichen Geschichte prägend war.


WeltregierungIn der urzeitlichen Rotte hatte jeder mit jedem Kontakt. Neue Ideen und Erkenntnisse konnten sofort in der Gruppe umgesetzt werden. Unter den Mitgliedern der Rotte herrschte eine schicksalhafte Verbindung. Ein Austritt bedeutete den (fast) sicheren Tod. Die ursprünglich lebensfeindliche Umgebung war für Einzelgänger nicht geeignet.

Dies erzeugte ein ganz besonderes Gruppengefühl. Die gegenseitige Verbindung war prägend für die Wahrnehmung der Realität. Das individuelle Bewusstsein verschmolz zu einem Gruppenbewusstsein.


Im Zuge der Entwicklung von Gesellschaften und Staaten löste sich diese Verbindung auf und wurde durch nationale oder kulturelle Identitäten ersetzt. Heute erleben wir, wie diese Bindungen ihre vereinende Kraft verlieren. Die Menschen verstehen sich nicht mehr als Mitglieder einer sozialen oder kulturellen Gemeinschaft. Die Individualisierung schreitet voran. Bewusstseinstechniken wie Yoga und Meditation eröffnen neue Perspektiven für die eigene Freiheit und den inneren Standpunkt.


Der neue Bezugspunkt liegt jetzt beim gesamten Planeten Erde und darüber hinaus. Mit Hilfe der Informationstechnologie ist eine globale Entscheidungsfindung aller Menschen denkbar und mittelfristig wohl unausweichlich. Sicherlich werden lokale Bezugsgruppen nötig sein, um in eine gemeinsame Reflexion zu gehen. Aber im Anschluss daran könne Ergebnisse synchronisiert werden, die allen Menschen gerecht werden können.


Das dies rein technisch möglich ist bedeutet aber noch nicht, das die Menschen dazu bereit oder in der Lage sind. Der einzelne muss den übergeordneten Zusammenhang wahrnehmen können, von dem er ein Teil ist, um ein Gruppenbewusstsein bilden zu können. Dies ist eine Kapazität des Nervensystems, die aktuell nur von den wenigsten Menschen erreicht wird. Der Verstand weiß sehr wohl, dass es sehr viele Menschen gibt, die alle individuelle Bedürfnisse haben. Für den Einstieg in das Gruppenbewusstsein ist dies aber nicht ausreichend.


Echtes Wissen wächst durch die Fähigkeit, über den eigenen Wahrnehmungshorizont hinaus zu schauen. Im Zustand des mentalen Nullpunktes – shuniya – ist es möglich, die Dinge wahrzunehmen, wie sie sind. Durch beständiges Üben wird ein Zugang zu tieferen Zusammenhängen etabliert, der sich auf den körperlichen Organismus von Einzelnen oder aber auf den sozialen Organismus einer Gruppe beziehen kann.

An diesem Punkt ist es dann Schritt für Schritt möglich, die Kapazität des Bewusstseins so weit auszuweiten, dass alle Menschen mit einbezogen werden können. Dann ist die Verbindung zwischen dem äußeren Internet und dem inneren Internet vollzogen.Weltweite Ereignisse werden in ihrer globalen Dimension wahrgenommen. Erkenntnisse entwickeln sich, die vorher nicht möglich schienen. Sie beziehen den Fluss der Energie des Planeten, der Menschen und aller übrigen Lebewesen mit ein.


Dies alles bewirkt noch keine politischen Veränderungen. Aber es ist die individuelle Voraussetzung, damit ein globales Gruppenbewusstsein möglich werden kann. Diesem können dann die organisatorischen Strukturen nachfolgen, die nötig sind, um verbindliche Entscheidungen für alle treffen zu können.

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