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Auf dem Weg zum Gruppenbewusstsein

Je intensiver der Kontakt zu anderen Menschen ist, desto intensiver ist auch die innere Entwicklung, Je mehr sich das Individuum entwickelt, desto tiefer und inniger ist der Kontakt zu anderen Menschen. Beides ist nicht voneinander zu trennen.

Die neusten Kommunikationsmittel ermöglichen es: Jeder kann überall und ständig erreichbar sein. Alle Informationen sind innerhalb von Sekunden abrufbar.

GruppenbewusstseinUmso wichtiger ist es, sich mit den energetischen und emotionalen Grundlagen des Menschen vertraut zu machen, denn diese folgen nicht der Logik des technischen Fortschrittes. Wer den Bezug und das Verständnis zu sich selber verliert, wird auf Dauer nicht lebensfähig bleiben. Dies ist eine der größten Gefahren der neuen Zeit. Vergleiche dazu auch den Vortrag von Yogi Bhajan: Das sensitive Zeitalter und der 6. Sinn.

Neben der individuellen Wirklichkeitserfahrung, die durch Yoga und Meditation ermöglicht wird spielt Gruppenbewusstsein eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung von Realität außerhalb von künstlicher Technologie. Der Mensch ist ein soziales Wesen und muss sich über die Auseinandersetzung mit anderen Menschen selber erfahren.

Eine Gruppe ist ein Ort, der die Realität nicht nur der Gruppenmitglieder, sondern auch der Umgebung, in der die Gruppe wirkt, beeinflusst. Diese Form von Beeinflussung ist die einzig mögliche Form, die eine Veränderung in unserer Gesellschaften möglich machen kann.

Mit der Öffnung der großen spirituellen Traditionen des Ostens in die Weltgemeinschaft und der gleichzeitigen Wiederentdeckung scheinbar im Widerspruch stehender Religionen wie Christentum und Islam rückt ein alter Wunsch der Weisen aller Zeitalter in greifbare Nähe. Sri Aurobindo formulierte es Anfang des 20. Jahrhunderts in seinem Buch "Das Ideal einer geeinten Menschheit." Damals sagte er die Vereinten Nationen voraus und wies einen Weg zur Überwindung der weltweiten Konflikte.

Die Kulturen der Welt wollte er stärken und in ihrer authentischen Tradition bewahren. Die Politik allerdings sollte von der verhängnisvollen Verknüpfung mit der Kultur und der Religion befreit werden. Sie wird damit zu etwas universellem. Egal ob es sich um lokale, regionale oder weltweite Politik handelt - alle Menschen sind mit einbezogen, egal welcher Abstammung oder Tradition sie angehören- niemand wird bevorzugt oder benachteiligt.

Dies ist möglich wenn der authentische Kern, der alle Menschen miteinander verbindet, erkannt wird und einen zentralen Platz in allen Gesellschaften der Menschen bekommt.

Es gibt einen begrenzten Katalog grundsätzlicher Übereinstimmungen - eine verbindliche Charta der Weltgemeinschaft, die im Konsens beschlossen wird. Alles andere ist Aufgabe der politischen Verwaltungseinheiten, die sich zwar an den alten kulturellen Grenzen orientieren, aber nach Innen keine Grenzen mehr kennen. Die Demokratie ist viergegliedert: Es wird ein Grundwerteparlament, ein Kulturparlament, ein politisches Parlament und ein Wirtschaftsparlament geben. In dieser Reihenfolge werden Rahmengesetzte erlassen. Das politische Parlament orientiert sich an den Vorgaben des Kulturparlaments und die Wirtschaft wird von der Politik gesteuert und nicht mehr umgelehrt. Mehr zum Thema Viergliederung der Demokratie.

Diese Ausdifferenzierung lichtet den Nebel, der sich in allen politischen Machtstrukturen bildet. Einflußnamen sind nicht mehr verdeckt sondern für alle sichtbar. In diesen Strukturen wird denjenigen Menschen die meiste Macht zugestanden, die am kooperativsten sind und die sich an der gemeinsamen Grundlage aller Menschen orientieren.

Diese gemeinsame Grundlage wird in allen spirituellen Richtungen deutlich. Mehr und mehr Menschen sind zu einem grundsätzlichen Austausch bereit, der den Weg zu einem umfassenden Gruppenbewusstsein weisen wird.

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